Neue Promotionsordnung

Seit dem 29. September 2012 gilt die neue

Gemeinsame Promotionsordnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät und der Technischen Fakultät

Gleichzeitig trat die bisherige Promotionsordnung der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel vom 12. Mai 2009 (NBl. MWV. Schl.-H. S. 21), zuletzt geändert durch Satzung vom 19. November 2011 (NBl. MWV. Schl.-H. S. 46) außer Kraft. Für bereits vor Inkrafttreten der neuen Promotionsordnung zum Promotionsprüfungsverfahren zugelassene Kandidatinnen und Kandidaten ist die außer Kraft getretene bisherige Promotionsordnung weiter anzuwenden. Sie können auf Antrag nach der neuen Promotionsordnung promovieren.

An dieser Stelle informieren wir Sie über die wichtigsten Änderungen.

Generell wurden einige Begrifflichkeiten geändert: „Referent/in“ und „Korreferent/in“ sowie „Referat“ und „Korreferat“ wurden jeweils ersetzt durch „Erste/r Gutachter/in“ und „Zweite/r Gutachter/in“ sowie „Erstes Gutachten“ und „Zweites Gutachten“.

Die Pflicht bei Abgabe der Dissertation (§ 8 - Zulassung zum Promotionsprüfungsverfahren) an der Universität Kiel eingeschrieben zu sein wurde abgeschafft. Stattdessen muss ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis (zur Vorlage bei einer Behörde, Verwendungszweck: Promotion, nicht älter als sechs Monate) vorgelegt werden. Dessen Beantragung beim Bürger- und Ordnungsamt (früher: Einwohnermeldeamt) nimmt etwas Zeit in Anspruch. Bitte bedenken Sie dies, falls Sie planen Ihre Dissertation demnächst einzureichen. Lassen Sie das Führungszeugnis an folgende Adresse schicken:

Dekanat der
Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät
z. Hd. Gesa Koberg
Christian-Albrechts-Universität zu Kiel
Christian-Albrechts-Platz 4
24118 Kiel

 

Personen, die Ihren Wohnsitz im Ausland haben (auch nicht-deutsche Staatsbürgerinnen und Staatsbürger), können ein Führungszeugnis direkt beim Bundesamt für Justiz anfordern. Die entsprechenden Formulare sind auf der Webseite (unter Punkt h) Wie kann ich den Antrag stellen?) in den Sprachen Deutsch, Englisch und Französisch abrufbar. Für die Promotion wird das "Behördenführungszeugnis" (siehe Punkt d) auf der o.g. Webseite) mit Verwendungszweck: "Promotion" benötigt.

 

Darüber hinaus gibt es folgende Änderungen im Detail:

§ 1 - Promotion

Neben dem Dr. rer. nat. ist an der Mathematisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät auch die Vergabe des Dr.-Ing. möglich. (Abs. 1)

§ 3 - Promotionsausschuss

Ein Mitglied des Promotionsausschuss ist eine Hochschullehrerin oder ein Hochschullehrer aus der Technischen Fakultät (Abs. 1). Dessen Stimmrecht ist begrenzt auf Verfahren zum Dr.-Ing. (Abs. 3).

Die Sektionsvorsitzenden sind nicht länger Mitglied des Promotionsausschusses, dürfen aber nach wie vor den Vorsitz bei Disputationen übernehmen (vgl. § 14 Abs. 1 Nr. 1).

§ 6 - Voraussetzungen für die Zulassung zum Promotionsprüfungsverfahren

Folgende Studienabschlüsse berechtigen formal zur Promotion (Abs. 1):

  1. Master of Science (M. Sc.) oder Master of Engineering (M. Eng.) oder vergleichbarer Diplomabschluss,
  2. Erstes Staatsexamen für die Laufbahn der Studienräte an Gymnasien (einschließlich der Sekundarstufe II) oder Master of Education (M. Ed.) mit einer Abschlussarbeit in einem naturwissenschaftlichen Fach, Mathematik, Informatik oder in der jeweiligen Didaktik,
  3. Zweiter Abschnitt der pharmazeutischen Prüfung oder Approbation oder
  4. Master of Arts (M.A.) oder Magister im Fach Geographie.

In besonders begründeten Ausnahmefällen kann der Promotionsausschuss auch die Studienabschlüsse Bachelor of Science (B. Sc.) oder Bachelor of Engineering (B. Eng.) als Voraussetzung anerkennen.

Bei allen anderen Studienabschlüssen erfolgt durch den Promotionsausschuss vor der Eröffnung des Promotionsprüfungsverfahrens (vgl. § 8) eine Überprüfung der Dissertation auf deren thematische Zugehörigkeit zur Fakultät. Bei Verfahren zur Vergabe des Doktorgrades der jeweils anderen Fakultät soll diese hierbei angemessen beteiligt werden.

§ 8 - Antrag auf Zulassung zum Promotionsprüfungsverfahren

Dem Antrag auf Zulassung ist ein aktuelles polizeiliches Führungszeugnis (s.o.) beizufügen (Nr. 6). Es ist nicht mehr notwendig, dass Bewerberinnen und Bewerber bei Abgabe der Dissertation an der Universität Kiel eingeschrieben sein müssen.  

§ 10 - Bestellung von Gutachterinnen und Gutachtern

Die Frist zur Erstellung der Gutachten beträgt sechs Wochen (bisher: vier Wochen).  (Abs. 4)

§ 13 - Termin für die Disputation

Die Disputation soll möglichst während der Vorlesungszeit und spätestens sechs Wochen nach Annahme der Dissertation stattfinden.

§ 15 - Durchführung der Disputation

Mitglieder des Promotionsausschusses können an der Schlusssitzung der Prüfungskommission mit Rederecht teilnehmen. Die Entscheidung über die Note ist der Prüfungskommission vorbehalten. (Abs. 8)

§ 17 - Gesamtnote

Bei der Bildung der Gesamtnote wird die Dissertation mit 60%, die Disputation mit 40% gewichtet (bisher: 70:30). (Abs. 2)

Nach der Disputation hat die Bewerberin oder der Bewerber das Recht auf Einsichtnahme der Gutachten zur Dissertation.  (Abs. 5)