DFG lobt Gleichstellung und Vielfalt an der Universität Freiburg

Das neue Rektorat der Universität Freiburg hat 2008 eine Wende in der Gleichstellungspolitik eingeläutet. Seitdem wird die Vielfalt der Lebensentwürfe von Frauen und Männern in der Universität stärker in den Fokus gerückt. Die Universitätsleitung erweiterte die Gleichstellungspolitik aber nicht nur um den Aspekt der Vielfalt, sondern richtete zugleich die gesamte Struktur neu aus.

 

Die anfängliche Verunsicherung an der Universität durch diese Neuerungen ist mittlerweile überwunden. Das Konzept der Vielfalt und Gleichstellung der Universität Freiburg ist bundesweit einzigartig und wird als Modellprojekt vom Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-Württemberg unterstützt. Der neu eingeschlagene Weg, der Erfolge wie bei dem Professorinnenprogramm erst möglich machte, ist jetzt auch von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) honoriert worden: Eine von der DFG-Mitgliederversammlung eingesetzte Gleichstellungskommission hat die Umsetzung der im Jahr 2008 beschlossenen Forschungsorientierten Gleichstellungsstandards bewertet. Dazu haben 63 Hochschulen Stellungnahmen zum Stand ihrer Gleichstellungsbemühungen eingereicht.


Nach Meinung der DFG-Kommission sind in Freiburg sehr gute Rahmenbedingungen für die Gleichstellung vorhanden und die von der Hochschule definierten strategischen Ziele überzeugend dargelegt worden. Freiburg zählt somit zu den 12 besonders in der Gleichstellung fortgeschrittenen Hochschulen in Deutschland. Insgesamt haben nur drei weitere Exzellenzuniversitäten, Aachen, Berlin und Göttingen, mit ihren Gleichstellungskonzepten vollständig überzeugen und die Eingruppierung in die Kategorie „vorbildlich“ durch die DFG erreicht. Auf der heutigen DFG-Mitgliederversammlung in Bonn wird das erfolgreiche Freiburger Konzept vorgestellt.


Als Ressortverantwortlicher des Rektorats ist der Vizerektor, Prof. Dr. Heiner Schanz, für die Umsetzung von Gleichstellung und Vielfalt an der Universität verantwortlich. Dazu gehört vor allem die neue Aufteilung des Arbeitsfelds in drei Ebenen: eine strategische, eine operative und eine beratende. Auf der strategischen Ebene ist 2008 an der Universität Freiburg die Stabsstelle Gender and Diversity angesiedelt worden, die operative Ebene wird von der Gleichstellungsbeauftragten PD Dr. Rotraud von Kulessa, und der Beauftragten für Chancengleichheit Katharina Klaas gebildet. Dieser „Freiburger Dreiklang“ wird vervollständigt durch die beratende Arbeit der Ständigen Senatskommission für Gleichstellungsfragen.

Freiburg, 07.07.2010  http://www.pr.uni-freiburg.de/pm/2010/pm.2010-07-07.169/